﻿[0:00:00.0] Interviewtranskript

Tag:		15.06.2023
Uhrzeit:		12:47
Ort:		Vortragssaal, Informationszentrum Kraftwerk Schwarze Pumpe
Zeitpunkt:	nach Exkursion

I: Gut, also nochmal ganz zum Anfang, wie ich vorhin schon gesagt habe, es gibt kein richtig und kein falsch. Das was du sagst ist völlig in Ordnung so, geht auch in keine Note oder so ein, ich pseudonymisiere das dann gleich alles und es werden maximal irgendwelche Auszüge im Buch veröffentlicht, nichts Tragisches weiter. Am Anfang, sag einfach mal laut, was dein Pseudonym ist. 

[0:00:24.0] B: Der zweite Buchstabe meines Vornamens ist A, letzter Buchstabe meines Nachnamens K, erster Buchstabe des Vornamens meiner Mutter ist ein D, erste Ziffer des Geburtstages eine 0, zweite Ziffer des Geburtstages eine 8, letzter Buchstabe des Vornamens ein K. 

[0:00:44.0] I: Wunderbar, dankeschön, dann kann ich das dann alles zuordnen. Ja, was hat dir denn heute besonders gefallen, was ist in Erinnerung geblieben, was war eindrücklich, erzähl einfach mal. 

[0:00:54.0] B: Ja, es war natürlich so ein Wow-Moment, muss ich sagen, wenn man da in die Gebäude reingeht erstmal, wenn man die ganzen Maschinen sieht oder auch durch diese Luke da einmal gucken konnte, wie das alles verbrannt wurde, war natürlich, hat man noch nie davor gesehen und wie groß das hier eigentlich ist und man sieht es immer nur so von außen, wenn man mit dem Auto da so vorbeifährt und denkt sich, wie groß das überhaupt ist, das kann man ja, also es ist unfassbar, was da überhaupt drin ist und wenn man das dann in echt sieht, sag ich mal, so wie heute, ist das schon sehr atemberaubend, sag ich mal. 

[0:01:29.5] I: Gibt es vielleicht noch irgendeine konkrete Information oder so, die hängen geblieben ist von der Führung? 

[0:01:36.3] B: Jetzt tatsächlich noch die Aufgaben zum Schluss, noch ein bisschen, was Treibhausgase, was keine Treibhausgase und Atmosphäre und alles, was wir gerade gemacht haben und ja. 

[0:01:50.0] I:  Alles klar, hast du irgendwelche Fragen aktuell zum Thema? 

[0:01:56.2] B: Nee, tatsächlich nicht. 

[0:01:58.0] I: Okay, sind vielleicht heute auch neue Fragen entstanden, die schon beantwortet worden in der Führung oder? 

[0:02:03.9] B: Naja, verschiedene, die Mitschüler haben natürlich manchmal Fragen gestellt an die, an Sie und auch an Ihre Kollegen, aber die wurden dann auch meist beantwortet, nur Ihr Kollege war bei Strom sich ein bisschen unsicher, was natürlich auch komplett okay ist und so kommen ja immer neue Fragen von den verschiedenen Schülern, aber ja, Fragen wurden beantwortet. 

[0:02:26.0] I: Okay, wie ist denn jetzt deine spontane Meinung jetzt in diesem Moment zum eventuellen Vorziehen des Kohleausstiegs, also von 2038 auf 2030? 

[0:02:37.3] B: Natürlich sollte man beachten, was die Vorteile und Nachteile sind, also Pro und Contra. Ich würde es tatsächlich nicht so gut finden, dass man den Kohleausstieg vorzieht, weil das natürlich, man muss halt klarkommen, wie gesagt Pro und Contras beachten, was passiert, wenn das nicht mehr ist und was würde passieren, wenn es noch länger ist, Umweltverschmutzung oder Klimawandel und so weiter oder auch andere Sachen. 

[0:03:06.1] I: Okay und was fällt dir noch so an Argumenten ein? 

[0:03:14.1] B: Tatsächlich ein bisschen schwierig, wenn man es vor, na vor allem der Klimawandel, würde ich jetzt, wie ich schon gesagt habe, aber sonst ja, ein bisschen lasch. 

[0:03:31.4] I: Okay, ist auch nicht weiter tragisch, wenn dir jetzt nichts einfällt. Hat denn da der heutige Tag oder das, was wir im Unterricht gemacht haben, irgendwie zu dieser Meinung beigetragen? 

[0:03:41.9] B: Tatsächlich ja, weil man wusste im Vorfeld noch gar nicht, was passiert da, was ist das überhaupt und so weiter und jetzt der heutige Tag inklusive auch der Unterricht, man lernt darüber, was das überhaupt ist, was das verursacht, was das wie gesagt auch für Vor- und Nachteile hat und dann weiß man halt viel mehr über das Thema Bescheid und kann sich besser seine eigene Meinung bilden. 

[0:04:03.3] I: Und wie war denn deine Einstellung zu dem Thema Kohleausstieg oder Energieversorgung, Klimaschutz und so weiter vor dem Unterrichtsprojekt oder vor dem heutigen Tag? 

[0:04:14.0] B: Vor dem heutigen Tag war das noch so auf, ja kann man ja mal machen, sage ich mal so, aber sonst jetzt mit dem Unterricht und alles, dass man die Informationen bekommen hat, dann weiß man darüber Bescheid und dann kann man auch die Meinung ändern jetzt, wenn man weiß, Klimawandel jetzt wieder und so weiter. 

[0:04:37.3] I: Okay, was wusstest du schon vorher zum Thema Kohleausstieg? 

[0:04:44.8] B: Dass es viel negative Sachen auch hat, aber ja auch positive, also weiß ich jetzt nicht so richtig. 

[0:05:00.1] I: Fällt dir vielleicht irgendwas Konkretes, Negatives oder Positives ein? 

[0:05:05.0] B: Hm, nee. 

[0:05:09.3] I: Okay, dann frage ich vielleicht mal anders. Wie, also hast du ja gesagt, dass du eher gegen das Vorziehen bist. Ist das irgendwie, weil das, hast du eine familiäre Verbindung zu dem Kohlebergbau? 

[0:05:40.7] B: Tatsächlich ja, weil meine Tante arbeitet da auch und das Ding ist, wenn man Kohle, es geht ja dann auch hauptsächlich um die Arbeitsplätze da auch, wenn man den vorzieht, dass man dann halt aussteigt, gibt es viel weniger Arbeitsplätze, vor allem dann auch für meine Tante und andere Arbeitskolleginnen von ihr, aber ja, die Arbeitsplätze werden dann ziemlich lasch wieder und da macht sie mir dann natürlich auch drüber Sorgen und ja, das sind halt wieder die Pro und Contras daran. 

[0:06:09.9] I: Okay, was denkst du über den Experten, der dich heute durch das Kraftwerk geführt hat? 

[0:06:18.7] B: Na, tatsächlich gute Laune erstmal, also immer mit einer gewissen Motivation reingegangen, hat uns natürlich viel erklärt, hat uns über viele Sachen aufgeklärt, hat uns auch rumgeführt hier und ja, ich kann mich nicht beklagen, auch immer nett auf Fragen geantwortet und ja. 

[0:06:39.3] I: Wie schätzt du so sein Fachwissen ein? 

[0:06:41.9] B: Auf jeden Fall hoch, also er wusste Bescheid über viele Dinge, aber klar weiß man nicht immer alle Sachen, aber trotzdem war es sehr, also sein Wissen war sehr hoch, sag ich mal. 

[0:06:56.1] I: Und wie schätzt du jetzt seine Einstellung zum Kohleausstieg ein? 

[0:06:59.8] B: Also, es stand da zur Debatte, wie das gemacht werden soll dann, wenn man einen Kohleausstieg macht oder auch um gewisse Arbeitsplätze, aber haben wir da hundertprozentig drüber geredet? 

[0:07:19.6] I: Nö, nicht unbedingt, aber sowas, was so dein Empfinden ist, wie du ihn so wahrgenommen hast, das interessiert mich. 

[0:07:27.7] B: Na, ich würde sagen, auch noch länger Kohle, sag ich mal. Ja, so habe ich es wahrgenommen, also gegen den Kohleausstieg vorgezogen. 

[0:07:39.2] I: Okay. Ihr erstellt ja die Broschüre in Gruppen. Wie ist denn das für dich, so in deiner Gruppe zu arbeiten? 

[0:07:49.3] B: Tatsächlich war ich, wo die Gruppeneinteilung stattgefunden hat, krank gewesen, das heißt, ich habe jetzt nicht so meine Besties, sag ich mal, in meiner Gruppe, aber ich glaube, das sollte trotzdem funktionieren mit meinen anderen drei Jungs und ja, also das sollte klappen, da müssen wir jetzt noch an der Schule ein bisschen dran arbeiten und nochmal durchlesen alles und die halt dann erstellen und mit Fakten, vor allem hat ja unsere Lehrerin gesagt und ja, das sollte klappen. 

[0:08:16.7] I: Und welche Rolle spielt jetzt die Arbeit in der Gruppe oder das gemeinsame Erleben des Ausflugs für dich jetzt allgemein und für die Bearbeitung der Aufgabenstellung? 

[0:08:25.8] B: Im Vergleich, ob ich jetzt alleine hier wäre oder mit anderen oder? 

[0:08:30.0] I: Zum Beispiel, ja. 

[0:08:31.8] B: Okay, na alleine wäre es bestimmt, alleine hätte man bestimmt meiner Meinung nach mehr Infos bestimmt aufgegriffen, sag ich mal, aber zusammen hat es natürlich viel mehr Spaß gemacht, weil man natürlich auch seine Freunde im Umkreis hat, die dann auch den Wow-Moment erleben oder auch schon mal sagen, yo, ich war schon hier oder die halt ein bisschen mehr oder weniger Ahnung auch davon haben, vielleicht auch gar keine, so wie ich heute und ja, das ist dann einfach cool, wenn man neben sich einen hat, der auch genauso viel Ahnung hat. 

[0:09:02.1] I: Okay und es gab ja jetzt in dem Unterrichtsprojekt auch noch andere Materialien, es gab ja die Führung und jetzt wollte ich euch eigentlich ein Video zeigen und die Arbeitsblätter, wie haben dir denn das alles bei der Erstellung der Broschüre bis jetzt geholfen? Also warst du jetzt nochmal im Unterricht da? 

[0:09:22.5] B: Nein, ich war noch gar nicht da. 

[0:09:24.9] I: Ach, noch gar nicht, okay, gut, dann bringt die Frage auch noch nichts. Dann vielleicht noch eine andere Frage, hat denn jetzt der Austausch in der Gruppe irgendwie jetzt deine Meinung jetzt hier auch beeinflusst? 

[0:09:37.7] B: Nein, tatsächlich nicht, also wir haben jetzt nicht konkret oder hundertprozentig darüber geredet, aber wir haben natürlich miteinander, also ins kleine Detail, sag ich mal, ein bisschen drüber geredet, aber sonst hat das nicht meine Meinung dazu beeinflusst, nein. 

[0:09:55.6] I: Okay, jetzt abschließende Frage, damit du dann nochmal kurz kannst, wie authentisch oder realitätsnah findest du die Aufgabenstellung oder das, was wir heute gemacht haben hier? 

[0:10:07.7] B: Ja, schon sehr realitätsnah, weil man auch merkt, dass man der Mensch vielleicht auch der Zukunft ist, sondern also der, der seinen Fußstapfen jetzt hier verbreitet und auch später vielleicht hier arbeiten wird oder hier in der Nähe und halt zu dem allen beitragen muss, also sehr realitätsnah, klar. 

[0:10:28.3] I: Und wie wichtig ist dir das Thema, was wir heute gemacht haben, so für dein Leben außerhalb der Schule? 

[0:10:33.2] B: Tatsächlich muss ich gestehen, jetzt nicht so wichtig, aber ich denke, wenn man realisiert, dass es doch wichtig für die Zukunft ist, für viele Menschen oder vielleicht auch für alle Menschen, dann sollte man sich drüber Gedanken machen, auch. 

[0:10:47.9] I: Gut, hast du noch irgendwelche Fragen, irgendwas, was du loswerden möchtest? 

[0:10:53.1] B: Ne, tatsächlich nicht.

[0:10:54.7] I: Okay, dann danke ich dir ganz herzlich, dass du das Interview mit mir gemacht hast. Danke auch. Und dann komm gut nach Hause. 
