Innovativer Beitrag zur Kostenreduktion des Eisenbahnoberbaus durch theoretische Analysen, gestützt durch praktische Untersuchungen am „Wartungsarmen Oberbau“
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Eisenbahninfrastrukturanlagen müssen eine hohe Verfügbarkeit und kontinuierliche Zuverlässigkeit gewährleisten, um die Mobilität im Sinne der Gesellschaft und des Wirtschaftsstandorts Deutschlands sicherzustellen. Gleichzeitig müssen sie sich an die fortschreitende Entwicklung der Transport- und Beförderungstechnologien anpassen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, spielt die technische Ausrüstungsart der Gleisoberbauanlagen – unter Berücksichtigung der Lebenszykluskosten – eine zentrale Rolle.
Der Gleisoberbau unterscheidet grundsätzlich zwei etablierte Bauformen, den Schotteroberbau und die Feste Fahrbahn. Beide Systeme bieten jeweils spezifische Vor- und Nachteile. Aus ingenieurtechnischer Sicht ist es daher sinnvoll und zielführend, aus den beiden bestehenden Oberbauformen eine hybride Oberbauvariante zu entwickeln, die die Vorteile beider Konzepte vereint und ihre Nachteile weitgehend eliminiert. Diese hier entwickelte Wartungsarme Oberbauform verfolgt genau diesen Ansatz.
In zwei neu entwickelten Prüfverfahren konnte einerseits eine deutlich geringere Setzungsaffinität des wartungsarmen Oberbaus im Vergleich zu der des Schotteroberbaus nachgewiesen werden. Andererseits wurden die Dauerfestigkeit und die zu erwartende Betriebsdauer des Schienenstützpunktes (Direct Fixation Fastener 304 IVES) ermittelt.
Zur vergleichenden Bewertung der Lebenszykluskosten von Schotteroberbau, Fester Fahrbahn und Wartungsarmen Oberbau wurde eine Software entwickelt, die eine schnelle, auf den Belastungen basierende Berechnung ermöglicht. So konnte unter einer angenommenen 50%-igen Integration des Wartungsarmen Oberbaus in das Streckennetz der DB InfraGO AG eine fundierte Lebenszyklus-Analyse durchgeführt werden.
Bei positiver Akzeptanz der Ergebnisse und einer effektiven Umsetzung im Bereich der DB InfraGO AG könnten Einsparungen von etwa 200 Mio. Euro pro Jahr realisiert werden. Dies würde einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Mobilität in der Gesellschaft leisten.
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