Interviewtranskripte, Stellungnahmen und Fragebogendaten zur Studie "Einfluss außerschulischer Lernorte auf Bewertungsprozesse zu Socioscientific Issues"

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Total size of the dataset
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247720

Author
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Böning, Paul

Upload date
dc.date.accessioned

2026-07-30T17:59:47Z

Publication date
dc.date.available

2026-07-30T17:59:47Z

Data of data creation
dc.date.created

2023-05

Publication date
dc.date.issued

2026-07-30

Abstract of the dataset
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Zu zwei Zeitpunkten in der Erhebung wurden mit einzelnen Schüler:innen Interviews durchgeführt. Die Transkripte dieser Interviews liegen, sortiert nach Gruppe, gemeinsam in einer zip-Datei im txt-Format vor. Die argumentativen Stellungnahmen der Schüler:innen vor und nach der Intervention liegen gemeinsam in einer csv- Datei vor. Am Ende jeder Stunde der Intervention beantworteten die Schüler:innen einen Fragebogen zur aktuellen intrinsischen Motivation. Vor der Intervention füllten sie einen Fragebogen zum individuellen Interesse an Physik aus. Alle Antworten auf diese Fragebögen liegen gemeinsam in einer zip-Datei gemeinsam mit der Itembeschreibung als csv-Dateien vor.

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https://opara.zih.tu-dresden.de/handle/123456789/2823

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https://doi.org/10.25532/OPARA-1520

Publisher
dc.publisher

Technische Universität Dresden

Licence
dc.rights

Attribution 4.0 Internationalen

URI of the licence text
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http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Specification of the discipline(s)
dc.subject.classification

1::12::109::109-02

Title of the dataset
dc.title

Interviewtranskripte, Stellungnahmen und Fragebogendaten zur Studie "Einfluss außerschulischer Lernorte auf Bewertungsprozesse zu Socioscientific Issues"

Project abstract
opara.project.description

Diskurse in demokratischen Gesellschaften sind zunehmend geprägt durch Fragen nachhaltiger Entwicklung. Diese zeichnen sich durch eine parallele Relevanz der Entwicklungsdimensionen Soziales, Wirtschaft, Umwelt und Politik aus. Vielfach weisen diese Nachhaltigkeitsfragen einen Bezug zu naturwissenschaftlichen Konzepten auf, zum Beispiel beim Klimawandel oder der Energiewende. Um gegenwärtig und zukünftig diesen demokratischen Diskurs mitgestalten zu können, müssen Jugendliche lernen, die damit verbundenen komplexen gesellschaftlichen Fragen und Themen, die sogenannten socioscientific issues, unter Berücksichtigung naturwissenschaftlichen Fachwissens zu bewerten. Die Bildungsstandards für den naturwissenschaftlichen Unterricht an allgemeinbildenden Schulen tragen diesen Anforderungen Rechnung und haben die Entwicklung entsprechender Fähigkeiten zu einer Aufgabe der Schule erklärt. In diesem Kontext bietet Unterricht an außerschulischen Lernorten vielfältige Potentiale, zum Beispiel authentische Zugänge zu fächerübergreifenden Lerninhalten oder socioscientific issues. Inwiefern außerschulische Lernorte Bewertungsprozesse zu diesen gesellschaftlichen Themen und damit die Entwicklung der Bewertungskompetenz unterstützen können, ist jedoch noch wenig untersucht. Bisherige Forschung konnte zeigen, dass Interventionen mit Lernortbesuchen die Fähigkeit zum Perspektivwechsel, eine wichtige Teilkompetenz der Bewertungskompetenz, fördern. Primärerfahrungen und Kontakt mit Betroffenen könnten dabei eine Rolle spielen. Jedoch verwendet fast keine der bisherigen Studien ein Vergleichsgruppendesign, sodass weitestgehend unklar bleibt, welchen Mehrwert der Besuch eines außerschulischen Lernorts im Vergleich zu einer gut geplanten rein schulischen Unterrichtseinheit aufweist. Es liegt außerdem nur anekdotische Evidenz über die Wirkungsweise der besuchten außerschulischen Lernorte vor. Diese Forschungslücken sollen in dieser Arbeit untersucht und geschlossen werden. Anhand des Beispiels des zum Zeitpunkt der Studie kontrovers diskutierten Kohleausstiegs in der Lausitz soll dieses Desiderat untersucht werden. Im Kontext dessen wurde das Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe besucht. In einem Vergleichsgruppendesign wurde mit explorativen und qualitativen Methoden untersucht, auf welche Weise sich die Bewertungsprozesse der Schüler:innen, die einen Lernort besucht haben, von denen der Schüler:innen unterscheiden, die keinen Lernort besucht haben. Konkrete Einflüsse einer Intervention auf die Bewertungsprozesse und Argumentationen der Schüler:innen werden erfasst. Ferner werden die Aspekte des Lernortbesuches identifiziert, die zu Unterschieden in den Bewertungsprozessen und Argumentationen führten. Um diese Fragen systematisch und theoriebasiert beantworten zu können, wurde ein Angebots-Nutzungs-Modell entwickelt und evaluiert. In der Vergleichsstudie werden zwei Gruppen miteinander verglichen. Beide Gruppen bearbeiten dasselbe problemorientierte Unterrichtskonzept zum Kohleausstieg. Eine Gruppe besucht im Rahmen der Intervention das Kraftwerk Schwarze Pumpe. Die zweite Gruppe verweilt die gesamte Intervention über in der Schule. Vor und nach der Intervention werden die Schüler:innen aufgefordert, ihre Meinung zur in Frage stehenden Problematik schriftlich zu argumentieren. Diese argumentativen Texte werden inhaltsanalytisch in Hinblick auf die drei Bewertungskompetenzaspekte Nutzung vielfältiger Argumente, Abwägung von Argumenten und Perspektivwechsel ausgewertet und miteinander verglichen. Interviews mit einzelnen Schüler:innen zu zwei verschiedenen Zeitpunkten geben Einblick in die ablaufenden Bewertungsprozesse und die Rolle verschiedener Aspekte der Intervention, zum Beispiel der Kraftwerksführung oder der bereitgestellten Materialien. Zwischen den Bewertungen und Argumentationen der Schüler:innen der beiden Gruppen konnten einige Unterschiede festgestellt werden. Schüler:innen der Lernortgruppe erfassten die Komplexität des Problems besser als Schüler:innen der Schulgruppe. Manche Argumente, wie zum Beispiel Argumente zum Klimawandel, kontextualisierten sie auf andere Weise als die Schulgruppe. Teilweise griffen sie Argumente der Kraftwerksführer in ihren Texten auf. Die Schulgruppe hingegen betrachtete das Arbeitsplatzargument häufiger aus einer sozialen Perspektive heraus als die Lernortgruppe. Die Reaktionen auf die Intervention sind vielfältig und hochgradig individuell. Es konnten vier verschiedene Reaktionen auf die Intervention in Bezug auf den Bewertungsprozess identifiziert werden, welche von einer Bestärkung in der ursprünglichen Position bis zu einer Relativierung der eigenen Position reichen. Charakteristische Merkmale der Lernort-Intervention wie Primärerfahrungen oder der Kontakt mit ehemaligen Beschäftigten des Kraftwerks zeigten sich entgegen der Erwartungen in geringem Maß verantwortlich für beobachtete Unterschiede in den Bewertungen und Argumentationen. Das Ausmaß der Nutzung der bereitgestellten Angebote erwies sich als entscheidender Faktor, um den Einfluss der Intervention beschreiben zu können. Diese Nutzung wird maßgeblich durch die individuellen Vorerfahrungen, die Beziehungen der Schüler:innen zu ihren Peers und ihrem Interesse am Thema beeinflusst. Der erste Bezugspunkt beim Verfassen einer Argumentation ist in den meisten beobachteten Fällen das Ergebnis eines vorherigen Bewertungsprozesses. Voraussetzung für den Vollzug eines Perspektivwechsels im Rahmen eines neu initiierten Bewertungsprozesses ist das produktive Zusammenwirken der individuellen Lernvoraussetzungen, der Gestaltung des Unterrichts und der Wahrnehmung der Lernsituation. Das entwickelte Angebots-Nutzungs-Modell beschreibt und erklärt dieses Zusammenwirken auf plausible Weise und eignet sich daher zur Beschreibung von Bewertungsprozessen an authentischen außerschulischen Lernorten.

Funding Acknowledgement
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Das Promotionsprojekt wurde teilweise finanziert durch das TUD-Sylber Teilprojekt "Außerschulische Lernorte in der Lernlandschaft Sachsen". Das Maßnahmenpaket „TUD-Sylber2 – Synergetische Lehrerbildung im exzellenten Rahmen“ wird im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

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Einfluss außerschulischer Lernorte auf Bewertungsprozesse zu Socioscientific Issues

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